Sanierung des Wasserturms Radeberg

Schritt für Schritt zum Erhalt des Industriedenkmals

Seit dem Erwerb des Wasserturms im Sommer 2024 arbeiten wir daran, das historische Bauwerk zu sichern und denkmalgerecht zu sanieren. Gemeinsam mit Fachleuten, Unternehmen und den zuständigen Behörden schaffen wir Schritt für Schritt die Voraussetzungen für den dauerhaften Erhalt des Radeberger Wasserturms.

Was bisher passiert ist

2024 – Untersuchen und sichern

Nach dem Erwerb des Wasserturms folgten erste Abstimmungen mit einem lokalen Planungsbüro und dem Bauamt der Stadt Radeberg.

Im Dezember wurde die Dachstatik besichtigt und beurteilt. Vielen Dank an das Ingenieurbüro Thomas Heinze.

Zur Sicherung des Geländes wurde der Wasserturm außerdem mit Bauzäunen abgesperrt. Vielen Dank an SECUTEC.

2025 – Bauzustand erfassen

Im Frühjahr erstellte Holger Prade eine gutachterliche Stellungnahme zum Bauwerkszustand einschließlich eines Sanierungsvorschlags.

Im April wurde das Dach notdürftig repariert, um weiteren Wassereintrag zu verhindern. Vielen Dank an die Radeberger Dachdecker Teich & Voigt.

Im Herbst folgte die erste Besichtigung des Wasserturms durch das Denkmalamt des Landkreises Bautzen.

2026 – Die Sanierung vorbereiten

Im Februar wurde der Antrag auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung gestellt. Ende Februar erfolgte der notwendige Baumschnitt durch die Mathis Grillmeyer Forstwirtschaft und Landschaftsbau GmbH.

Anfang April wurde die denkmalschutzrechtliche Genehmigung antragsgemäß erteilt. Anschließend wurden Gebäude und Grundstück von Unrat beräumt. Vielen Dank an Zumpe Containerdienst für die Bereitstellung zweier Container.

Im April wurde außerdem das Innengerüst geliefert und aufgebaut. Vielen Dank an Dachdeckermeister Andreas Henker und sein Team.

Mitte Juni untersuchte Cornelius Hugk von ARCANEUM die historische Farbigkeit der Turmfassade.

Anfang September wurde das Turminnere gereinigt, eine Probefläche für die Außenreinigung angelegt und die künftige Baustellenfläche für Container, Material und Gerüst vorbereitet.

Wie geht es weiter?

Als Nächstes stehen die weitere Dokumentation und Abstimmung mit dem Denkmalamt sowie konkrete Kostenangebote für die kommenden Sanierungsschritte an. Dazu gehören unter anderem Putz-, Gerüst- und Dacharbeiten sowie die denkmalgerechte Farbgestaltung.

Parallel bereiten wir einen Antrag auf Denkmalfördermittel für die Sanierung des Turmkopfes im Jahr 2027 vor.

Nach aktuellem Stand rechnen wir für die geplanten Sanierungsmaßnahmen insgesamt mit Kosten von rund 200.000 Euro. Sobald belastbare Angebote vorliegen, möchten wir transparent zeigen:

Was wird gemacht?
Was kostet es?
Was ist bereits finanziert?
Was fehlt noch?

Für einen klar abgegrenzten Bauabschnitt prüfen wir außerdem eine gezielte Crowdfunding-Kampagne.

Gemeinsam erhalten wir den Wasserturm

Jeder abgeschlossene Schritt bringt uns dem Ziel näher, den Wasserturm als Industriedenkmal und sichtbares Zeugnis der Radeberger Stadtgeschichte dauerhaft zu bewahren.

Unser Dank gilt allen Fachleuten, Unternehmen, Unterstützerinnen und Unterstützern, die diesen Weg mit uns gehen.